Wir arbeiten nach dem situationsorientierten Ansatz. Die Kinder und ihre gegenwärtigen Lebenssituationen stehen im Zentrum des Kindergartenalltages. Die pädagogische Bildungsarbeit wird nach den Bedürfnissen und den Interessen der Kinder ausgerichtet. Die Kinder gestalten den Tagesablauf und die Themenauswahl aktiv mit.

Einer unserer Leitsätze ist „Hilf mir, es selbst zu tun!“ nach Maria Montessori.

Das eigenständige Handeln und die größtmögliche Selbständigkeit der Kinder ist uns ein wichtiges Anliegen.
Tägliche Rituale erleichtern und helfen den Kindern bei der Eingewöhnung, geben ihnen ein Gefühl der Geborgenheit und unterstützen dadurch den täglichen Lernprozess.
Wir schaffen ein geborgenes Umfeld, in dem die Kinder ihre Kompetenzen weiter entwickeln können.
Die Kinder üben, sich in der Gruppe ein- und unterzuordnen, sowie auch Führungspositionen einzunehmen.
Da heutzutage die meisten Kinder unter Bewegungsarmut leiden, ist es unsere Verpflichtung, den Kindern die notwendigen Bewegungsmöglichkeiten zu bieten wie Laufen, Klettern, Ballspielen und Springen. Wir haben hierfür in der Kindergartengruppe einen Bewegungsbereich mit einer Kletterwand eingerichtet. Bewegung im Freien findet in unserem Garten sowie in umliegenden Parkanlagen statt. Wir sind bestrebt einen Turnsaal in einer naheliegenden Schule anzumieten, um dort Bewegungseinheiten anzubieten. Wir haben auch vor, Angebote von „Fit for Kids“ in Anspruch zu nehmen.

Wir legen unser pädagogischen Schwerpunkte auf: Sprachförderung und Kreativitätsförderung (besonders im musikalischen und bildnerischen Bereich).


Pädagogischer Schwerpunkt Sprachförderung

Ein sehr wichtiger Kompetenzerwerb ist der, der Sprache.  Deswegen ist uns die Sprachförderung ein sehr großes Anliegen.

Unser Kindergarten wird voraussichtlich von vielen Kindern besucht, die Migrationshintergrund haben werden. Sowohl diese Kinder, als auch die Kinder mit Erstsprache Deutsch, sollen sprachlich gezielt gefördert werden. Besonders das Betrachten von Bilderbüchern fördert Wortschatzbildung, Ausdrucksfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Weiters werden Lieder, Singspiele, Fingerspiele, Bewegungsspiele, Rollenspiele, Didaktische Spiele, sowie Geschichten erzählen und Hörspiele zur Sprachförderung eingesetzt.

Um den Kindern einen positiven Eintritt in die Schule zu ermöglichen, ist es uns ganz wichtig, gezielte Sprachförderung anzubieten.


Pädagogischer Schwerpunkt Kreativitätsförderung

Kinder sind von Natur aus offen für alles Neue, neugierig und spontan. Das ist die beste Voraussetzung für die Entwicklung der Kreativität, die möglichst früh gefördert werden soll. In der jetzigen Zeit, in der die Kinder durch Fernsehen, Computerspiele und pädagogisch nicht wertvollem Spielzeug reizüberflutet sind, bleibt die Möglichkeit die Fantasie auszuleben oft auf der Strecke.

Kreativitätsförderung findet in unserem Kindergarten in unterschiedlichen Bereichen statt.

Ein besonderes Augenmerk legen wir hierbei auf das Bildnerische Gestalten, wofür wir ein eigenes Atelier eingerichtet haben. Hier sollen die Kinder die Möglichkeit bekommen, ihre eigene Kreativität zu entwickeln. Lustvolles Malen und Zeichnen in verschiedenen Techniken und mit den unterschiedlichsten Materialien sollen und können hier ausprobiert und ausgelebt werden. Sie können hier an den Malwänden oder an Maltischen je nach Lust und Laune kreativ und gestalterisch tätig werden. Obwohl sich das Atelier in der Kindergartengruppe befindet, werden auch die Kinder der Krippen dieses regelmäßig frequentieren.

Eine große Rolle in der Kreativitätsförderung werden wir dem Musikalischen Bereich zuordnen. Singen und Instrumentieren sind ein täglicher Bestandteil unserer Bildungsarbeit.

Im Rollenspielbereich können die Kinder ihrer Phantasie freien Lauf lassen und in verschiedene Rollen schlüpfen. Dazu stehen den Kindern etliche Requisiten zur Verfügung. Auch bei den diversen Tätigkeiten des Alltags sammeln und entwickeln die Kinder neue Ideen und setzen diese in Rollenspiele um.


Praktische Umsetzung des Kompetenzerwerbs nach dem Wiener Bildungsplan:

  • Sensumotorisch – Psychomotorische Kompetenz:

In unserem Bewegungsbereich, der auch mit einer Kletterwand ausgestattet ist, haben die Kinder die Möglichkeit grob- und feinmotorische Kompetenzen zu erwerben. Wir bieten den Kindern Hula-Hoop-Reifen, Springschnüre, Kriechtunnel, Bau- und Spielpölster, und in den Krippenräum auch eine Kleinkindrutsche an.

Des Weiteren stellen wir auch Spiele zur Förderung der Sinneswahrnehmung, wie Schüttspiele, Tastspiele, Didaktische Spiele (Blinde Kuh), Geräuschmemory, Tastmemory, Wandspiele, Plastilin zur Verfügung.

  • Emotional-sozial-ethische Kompetenz

Da unser Kindergarten von Kindern verschiedener Nationalitäten besucht wird, ist es uns ein großes Anliegen aus dieser Vielfalt an Kultur und Sprache eine Gemeinschaft zu bilden, in der eine positive gegenseitige Bereicherung und ein harmonisches Miteinander stattfindet. Dies wird durch Morgenkreis, Gespräche, Bilderbücher, Gestaltung und Ausführung von gemeinsamen Festen unterstützt.  Auch die Förderung des Wertverhaltens der Kinder ist uns sehr wichtig. Da die Kinder in einer „Wegwerfgesellschaft“ heranwachsen, wollen wir dieser entgegenwirken und auf den Wert aller Lebensformen und Dinge aufmerksam machen und die Kinder dahingehend sensibilisieren. Der Respekt anderen Menschen, sowie den Tieren und der Natur, aber auch Spielmaterialien und Büchern gegenüber wird für uns ein ganz wichtiger Punkt in unserer Erziehungsarbeit darstellen. Vor allem der Umgang mit der Nahrung und dem Wasser muss gelernt werden. „Ich nehme mir wenig und koste und kann mir jederzeit nachnehmen“.  Da ausreichend Nahrung und Wasser nicht überall und immer selbstverständlich sind, wollen wir die Kinder zu Persönlichkeiten erziehen, die sich mit der Umwelt und der Zukunft auseinandersetzen und diese schätzen.

  • Kognitive Kompetenz

Die Entwicklung der kognitiven Kompetenz unterstützen wir in unserem Kindergarten in verschiedenen Spielbereichen. Besonders die mathematische Förderung ist uns ein großes Anliegen, da dieser oft zu wenig Beachtung geschenkt wird. Beim Spielen mit dem Kaufmannsladen z.B. üben die Kinder zählen, messen, wiegen und vergleichen. Durch mathematisch- didakische Spiele wie Colorama, geometrische Legematerialien (Magnettafel), etc. findet die alltägliche Auseinandersetzung mit Mathematik statt.

Die schöpferische Kompetenz unterstützen wir durch unseren pädagogischen Schwerpunkt der Kreativitätsförderung, den wir oben genauer beschrieben haben.

 

  • Sprachlich-kommunikative Kompetenz

Die Sprachlich-Kommunikative Kompetenz ist ein Teilbereich der Kognitiven Kompetenz. Da dieser Bereich einer unserer pädagogischen Schwerpunkte ist, haben wir die Umsetzung dieser Kompetenz schon unter „Päd. Schwerpunkt Sprachförderung“ beschrieben.